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ohne Titel - Humboldt Spektrum



Je näher die Schwelle rückt, dass Ströme elektronischer Bilder in akzeptabler Qualität und Geschwindigkeit durch das Internet übertragen und verteilt werden, desto drängender stellt sich die Aufgabe, Bildfolgen semantisch, syntaktisch oder formal miteinander zu verbinden. Wie verhält sich das analoge Bildfolgemedium
Film zu den neuen streaming media? Welche Ordnungen und Formate werden kulturell denkbar, welche sind technisch realisierbar? Wie lassen sich aus ihnen Motivfolgen – vergleichbar zur Literaturanalyse und zu
Aby Warburgs Bildatlas abendländischer Gesten – herausfiltern?
Wie unterscheidet sich ein formalisierter
Zugriff auf Bildfolgen in digitalen Medien vom assoziativen und ikonologischen Zugriff im analogen Raum? Wie bewegen sich Betrachter in digital adressierbaren Bildsequenzen, und was sind ihre möglichen Inhalte?
Die Publikation Suchbilder geht solchen Fragen aus drei verschiedenen Perspektiven nach: Film, Software und Theorie. Filmgeschichte weist auf Bildverknüpfungen in Montage- und Mise-en-Scene-Techniken hin,
Softwareentwickler stellen Tools der Bildsuche (content based image retrieval) vor, Bild- und Kulturtheoretiker diskutieren historische Parallelen und Konsequenzen der neuen Bildverfahren.
Über die Herausgeber/in: Dr. Wolfgang Ernst ist Professor für Medientheorien am Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Stefan Heidenreich war wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Forschungsprojekt »Geschichte und Systematik der digitalen Medien«, Kulturwissenschaftliches
Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin. Dr.
Ute Holl ist Dokumentarfilmerin und Kinohistorikerin und lehrt an der Bauhaus-Universität Weimar.

Humboldt Spektrum 1/2004
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