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Geyer, Christian

Niklas Luhmann. Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten

160 Seiten
Kulturverlag Kadmos
12 x 19 cm, broschiert, im Oktober 2013 erschienen
ISBN: 978-3-86599-120-1

14.90 €



mehr zu Christian Geyer (Autor)
Luhmann-Bände im Tagesspiegel Januar 2011 (Besprechung)
NIKLAS LUHMANN. DIE KNAPPHEIT DER ZEIT UND DIE VORDRINGLICHKEIT DES BEFRISTETEN (Leseprobe)
"Niklas Luhmann. Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten" auf kultur-punkt.de (Besprechung)
"Die Knappheit der Zeit" auf walthari.com Februar 2014 (Besprechung)
"Die Knappheit der Zeit" im Philosophischen Radio, WDR 5 März 2014 (Besprechung)
"Die Knappheit der Zeit" in GfPMagazin 03/2014 (Besprechung)
"Niklas Luhmann. Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten" auf changeX Top 11 März 2014 (Besprechung)
"Niklas Luhmann. Die Knappheit der Zeit" ausführliche Rezensions auf changeX Juli 2014 (Besprechung)


»Im Zeitalter großer Organisationen ist Zeit knapp geworden. Zeitdruck ist eine verbreitete Erscheinung. Der Blick auf die Uhr und der Griff zum Terminkalender in der Tasche sind Routinebewegungen geworden. Die Verabredungsschwierigkeiten treiben die Telefonkosten in die Höhe. Schlichte rote Mappen (mit längst nicht mehr eiligem Inhalt), Eilt-Mappen, Eilt-sehr-Mappen bevölkern den Schreibtisch und seine Umgebung. Einige drängen sich durch ihre Lage mitten auf dem Schreibtisch und durch einen besonderen Zettel ›Terminsache!‹ vor im Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Die Orientierung an Fristen und fristbedingten Vordringlichkeiten bestimmt den Rhythmus der Arbeit und die Wahl ihrer Thematik.«
Mit diesen Worten beginnt der fulminante Aufsatz von Luhmann, der 1971 erschien und zu einem der eindrücklichsten Texte über das Phänomen Zeit zu zählen ist. Geyer arbeitet zunächst heraus, dass Luhmann selbst die Zeit als Medium der Kontingenzbewältigung sieht, Fristen in ihrer Unvermeidlichkeit nicht etwa verteufelt, sondern als Grenzen setzende Lebens- und Schaffensbedingungen stark macht (nach dem Motto ars longa, vita brevis). Zugleich wird über Luhmann hinaus die Kontingenz als zentrale Frage des spätmodernen Lebensgefühls weitergedacht. Geyer fragt: Mit welchen biographischen Herausforderungen und psychopathologischen Gefährdungen hat man es zu tun, wenn alles immer auch anders möglich ist?
Wie lässt sich im Blick auf die virtuelle Unendlichkeit potentieller Gegenwarten so etwas wie Stand und Haltung gewinnen? Mit anderen Worten: Wie kann es gelingen, in der Vielfalt der Optionen jemand Bestimmter zu sein?

vf