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Schmidt, Roman
Die unmögliche Gemeinschaft
Maurice Blanchot, die Gruppe der rue Saint-Benoît und die Idee einer internationalen Zeitschrift um 1960
176 Seiten Kulturverlag Kadmos 15 x 23 cm, broschiert (Kaleidogramme Bd. 45), im Juli 2009 erschienen ISBN: 978-3-86599-084-6
22.50 €

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Mit einem Vorwort von Frank Berberich
Cosmopolites de tous les pays, encore un effort. Jacques Derrida
Zwischen 1961 und 1963 versuchen sich zwanzig europäische Autoren, darunter Hans Magnus Enzensberger, Uwe Johnson und Elio Vittorini, an einer im wahrsten Sinne des Wortes unerhörten Zeitschrift: Von den Schriftstellern gemeinsam erstellt und verantwortet, mit inhaltsidentischen Ausgaben in mehreren Sprachen, soll das konsequent internationale Vorhaben den Beteiligten neue Möglichkeiten zur Intervention in den Lauf der Dinge schaffen. Auf dem Spiel steht, wenigstens für die französischen Initiatoren um Maurice Blanchot und Dionys Mascolo, nicht weniger als die Vorwegnahme einer kommenden Gemeinschaft im Medium einer politisch-literarischen Zeitschrift. Es blieb bei einem Plan, dessen Realisierung bis heute aussteht:
Das Scheitern unseres Projektes der internationalen Zeitschrift hat nicht bewiesen, dass es eine Utopie war. Was nicht gelingt, bleibt doch nötig. Maurice Blanchot
Roman Schmidt rekonstruiert die in Deutschland wenig bekannte Geschichte der namenlos gebliebenen Revue Internationale und geht dabei vor allem auf die Veränderungen im intellektuellen Feld Frankreichs in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre ein. So entsteht nicht nur eine Studie zu einem der radikalsten publizistischen Konzepte des 20. Jahrhunderts, sondern en passant auch ein Portrait der Pariser nichtorthodoxen Linken zwischen Libération und Algerienkrieg.
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